Gute Zeiten, schlechte Zeiten Mai-Fahrt 2011

 

Im Mai machten wir uns erneut auf den Weg ins Tierheim DG. Die Überfüllung im Tierheim lässt uns keine Ruhe.
Mit dabei eine große Spende an Handtüchern und Decken, die das Tierheim dringend nötig hatte.

Die Überfüllung ist glücklicher Weise auf ca. 180 Hunde runter gegangen. Aber das Bild, wenn man durchs Tierheim geht, ist widersprüchlich. In den alten gemauerten Zwingern sitzen tatsächlich zwischen 2-3 Hunden. Noch nie hab ich diese Zwinger so leer gesehen. Die großen Hunde darin fühlen sich sichtlich wohler, jetzt wo mehr Platz und Ruhe herrscht und doch fallen sie immer noch über sich her.

In den „neuen“ Zwingern wiederrum ist es immer noch eng. Die vielen mittelgroßen Hunde können nicht zu den großen bzw. kleinen Hunden gesetzt werden, da diese bei einer Beißerei verlieren würden. In der Quarantänestation sitzen immer noch verletzte und operierte Hunde, alles große Hunde – Jetzt wissen wir, warum die alten Zwinger so leer wirkten. Vermittelt werden konnten fast alle kleine und junge Hunde, nur noch kleine Senioren sind da und diese kann man an einer Hand abzählen.

Shila, Emil und ein weiterer Senior haben ihr großes Los gezogen. Mariola fand in der Zwischenzeit ein liebevolles Zuhause für sie. Besonders für Shila freute uns das, denn es kommt nicht oft vor, einen großen Hund nach Deutschland vermitteln zu können. Shilas letzter Spaziergang…

Aber nicht nur Shila durfte Gassi gehen, auch die verbliebenen Senioren durften mal raus:

 

Für die größten Notfälle im April konnten wir Stellen finden, aber nach 3 Wochen sind neue Notfälle im Tierheim angekommen und diesen konnte niemand mehr helfen. Ein schwarzer Kater mit Blutungen im Maul und ein sehr dünner kranker Schäferhund mussten eingeschläfert werden. Der schwarze Rüde links unten wurde von Spaziergängern gefunden. Er konnte kaum laufen, war orientierungslos und wäre beim Einfangen fast ertrunken, da er in einen See gefallen ist. Die Tierpfleger vermuteten einen Autounfall, eine Gehirnerschütterung, da er im Zwinger weder Futter noch Wasser fand. In den folgenden Tagen wurde er von uns per Hand gefüttert und getränkt. Glücklicher Weise wurde der Besitzer gefunden, dieser war schockiert über den Zustand seines Hundes, wollte ihn aber wieder zu sich holen und ihn gesundpflegen. Der Tierarzt machte ihm aber klar, dass er keine große Hoffnung hegen soll, der Rüde wird vermutlich nie wieder gesund werden…

  

Während der letzten 3 Wochen konnten beide Ausläufe errichtet werden. Nun fehlen in beiden Ausläufen nur noch die Tore. Diese sind eine Spezialanfertigung und benötigen noch einige Zeit bis sie geliefert werden können. Zu unserer großen Überraschung ist der Platz zwischen den Ausläufen so groß, dass der Tierheimleiter kurzer Hand beschlossen hat, einen 3. Auslauf zu errichten. Dazu müssen nur noch die zwei vorhandenen Ausläufe verbunden werden. Der rechte Auslauf wurde sogar schon mit 3 kleinen Bäumen bepflanzt. Eine kleine Gruppe von Tierfreunden hat sogar eine Ausstattung für die Ausläufe gesammelt, so wurden 3 Muscheln für badefreudige Hunde gekauft und 3 Sonnensegel die Schatten spenden werden. An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN!

Zum Schluss überlegten wir zusammen mit dem Tierheimleiter welche Projekte er in Zukunft noch realisieren möchte. Nach dem Bau der 3 Ausläufe, werden zum Ende des Jahres die 6 Zwinger mit angrenzendem Auslauf in Angriff genommen. Hier fehlt noch eine große Summe um diese aufzustellen. In den nächsten Jahren möchte Herr Kula die alten Zwinger sanieren. Die Gitter der Zwinger sind alle verrostet, sie wurden bereits 100-mal geflickt und brechen nun langsam aber sicher in sich zusammen.
Auf den Bildern ist dies leider schwer erkennbar.